Appelfrau

Eine Frage aus der Crowd

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Gerade ereilte mich aus der Crowd eine Frage auf facebook, die ich hier gerne – nach Rücksprache – teilen und beantworten möchte.

um mir eine genaue Meinung zu Deinem Projekt zu bilden, habe ich eine kurze Frage. Wir gehen auf den [  ] Wochenmarkt und kaufen dort einen Großteil unserer Lebensmittel. Dabei achten wir sehr auf Qualität und kaufen ganz überwiegend frische Produkte aus der Region. Auf biologisch korrekten Anbau achten wir sowieso. Verpackungsmaterial fällt kaum an, weil die Sachen entweder unverpackt sind oder wir einen Einkaufskorb dabei haben und eine zusätzliche Verpackung nicht benötigen. Andere Verpackungen geben wir beim nächsten Einkauf zurück (z.B. bei Erdbeeren oder bei Eiern). Nun zu meiner Frage: Wie grenzt sich Deine Markthalle zu den vielen Wochenmärkten in der Stadt ab? Was macht den Unterschied und wo liegt der Vorteil gegenüber dem traditionellen Wochenmarkt? Danke für Deine Antwort.

Hallo [   ],

Tatsächlich erwähne ich selber gerne, dass man auf dem Wochenmarkt weitest verpackungsfrei einkaufen kann, bringt man seine eigenen Beutel mit.
Ich möchte besonders vier Punkte herausstellen, die die Idee der Markthalle von Wochenmärkten abgrenzt, ohne aber diese in Frage zu stellen. Dafür mag ich die Märkte selber zu gerne.

 

  1. keine Verwendung von Plastiktüten für Obst und Gemüse und auch sonst nirgends
    Es stehen für Impulskäufer auf der ganzen Fläche zwar Papiertüten bereit, allerdings soll jeder auf die Vorteile von Mehrwegbeuteln hingewiesen werden, die auch dort zum Verkauf angeboten werden. Diese werden in der Regel aus nachwachsenden und ökologischen Rohstoffen gefertigt sein.
     
  2. Mehrweghygieneschleusen
    das ist etwas, was bereits in einigen Supermärkten in der Umgebung von HH und in Süddeutschland eingeführt wurde. Bei Frischeprodukten gibt es bislang nur wenig Möglichkeit, deinen Kauf in eigene Behälter packen zu lassen, weil du keine Behälter über die Theke reichen darfst (in der Theorie). Auf dem Weg der Mehrwegschleuse kannst du deine eigenen Behälter auch für Käse und Fleisch und natürlich auch für Gekühltes aus dem veganen Sortiment benutzen. Hält je nach Material und Witterung zudem auch länger frisch und kühl.
     
  3. Die Öffnungszeiten
    Diese sollen Montags bis Samstags vom frühen Vormittag bis 20:00 Uhr andauern. Das wird bei einigen Ständen eine Herausforderung, für die aber Lösungen in Entwicklung sind. Auf dem Wochenmarkt kannst du ein bis zwei Mal pro Woche meist Vormittags einkaufen.
    Dadurch erhältst du die Möglichkeit deinen Einkauf freier und ohne Zeitdruck zu planen.
     
  4. Der integrierte verpackungsfreie Supermarkt.
    Dieser wird ein Sortiment vorhalten, welches sonst in diesem Umfang nur von Vollsortimentern angeboten wird. Trockenwaren, Hygiene und Sanitär, sowie Zusatzartikel, die du sonst nicht beim Einkauf auf dem Wochenmark erhältst.

Und was nicht vergessen werden sollte:
Gastronomie, Event, Kunst, Kultur, Musik, Theater…das alles soll auch mit eingebunden werden.

Wenn ihr gesehen habt, dass ich sogar eine New Yorker Künstlerin für ein Taschendesign herangeholt habe, könnt ihr euch vorstellen, wie ernst ich das meine!
Moment, New Yorker Künstlerin? ja, genau. Das könnt ihr hier noch mal nachlesen:
http://blog.appelhoff-botterfatt.de/crowdfunding-dankeschoen-tasche-mayuko-fujino/

Ein Gedanke zu „Eine Frage aus der Crowd

  1. Eine Anmerkung noch zum Wochenmarkteinkauf. Ich kaufe auch auf den Wochenmarkt ein und bringe meine eigenen Taschen mit, die Marktstände bieten aber trotzdem Plastiktüten an. Wenn man die Marktbesucher beobachtet, lassen sich diese ihre Ware in Plastiktüten einpacken. Ausserdem kann man Käse, Gewürze, Pflanzen, Kosmetik auf dem Markt nicht verpackungsfrei kaufen. Aus diesem Grund finde ich einen VERPACKUNGSFREIEN MARKT eine sehr sinnvolle Idee. viel Erfolg noch dabei!

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